Das erste Mal Klettern-wieso ich klettern lernen möchte und was ich gelernt habe 

Gestern war es so weit, ich habe meine erste Kletterstunde bekommen! Aber wieso das ganze überhaupt? 

Seit ich das erste Mal beim Kick Off Event zum Adidas Terrex Mountainproject in einem Klettersteig war, hat mich die Faszination nicht mehr losgelassen. Ich wollte mich mehr in die alpine Richtung des Bergsports bewegen. Und dazu ist es für mich eine Voraussetzung klettern zu können. Aber nicht nur das Klettern an sich ist essentiell, sondern auch zu wissen, wie ich mich selbst sichere, meine Beggleiter sichere welche Gerätschaften es gibt und wie ich mich am Fels verhalten sollte. 

Mein Ziel ist es deshalb von Anfang an gewesen, den Fokus des Kletterns auf draußen zu legen. 

Wie gut also, dass die Schwester meines Freundes eine ausgezeichnete Kletterin, sowohl in der Halle, als auch outdoor ist. Die Basics gehen wir, so wie gestern, erst einmal drinnen an. Klingt alles ganz easy…einziges Problem ist meine Höhenangst. Obwohl mir meine Kletterlehrerin, als ich Bedenken diesbezüglich geäußert habe, erklärt hat, dass die Angst von alleine verschwindet, war ich nicht ganz überzeugt. Aber was soll’s aus der Sache komme ich nicht mehr raus und der Ehrgeiz überwiegt nun mal 🙂 

Zu Beginn meiner ersten Stunde habe ich erst einmal gelernt einen sauberen 8er Knoten zu binden. Klappt mit ein bisschen Übungen auch sehr schnell sehr gut. Dann gabs Einweisungen in die Kommunikation zwischen Kletterpartnern, dass wir zu jeder Zeit wissen, was der jeweils andere vorhat und wie drauf zu reagieren ist. Außerdem wurde mit erklärt auf was ich an der Wand, am Seil und am Sicherungsgerät meiner Partnerin zu achten habe und wie es zu kontrollieren ist.  Nun ja und dann war’s auch schon so weit, ich musste das erste mal so richtig Klettern. 

Na was glaubt ihr, wie es mir ging? Ich konnte es selbst kaum glauben, aber schon beim zweiten Versuch bin ich die Route ganz durchgeklettert…wohl bemerkt am Ende war ich 16 Meter über dem Boden! Und die Höhenangst? War irgendwie nicht mehr so schlimm, weil mir immer mehr bewusst wurde, dass ich abgesichert bin und mir mehr oder weniger nichts passieren kann. 

Im zweiten Teil habe ich gelernt Vorstieg zu klettern, zumindest ein bisschen. Natürlich war ich immer noch Toprope unterwegs, aber mit einem zweiten Übungsseil habe ich gelernt die Karabiner mit jeder Hand zu öffnen und das Seil hineinzulegen. Kleines Highlight war dann das Sturztraining, das wir gemacht haben…und selbst hier hat sich nichts gefehlt mit der Angst, die verschwindet wirklich von alleine. Zum Schluss habe ich noch eine kleine Einweisung in die verschiedenen Sicherungsgeräte bekommen und durfte einen Autotube „trocken“ trainieren. 

Und so schnell waren sie dann vorbei, die ersten 1,5 Stunden auf meinem Weg zum Klettern. Trainiert haben wir im KletterZ in Weyarn südlich von München. Nächste Woche steht dann die zweite Unterrichtseinheit an und was soll ich sagen…ich freue mich und möchte noch mehr lernen! 

Exkurs:

Für die, die auch denken, die Angst kann doch nicht einfach so weggehen…doch das kann sie. Wie ihr im Diagramm erkennen könnt, ist Angst nicht unendlich. Ab einem gewissen Punkt (grüne Linie) sinkt sie wieder und nimmt nicht wie vielleicht erwartet (rote Linie) bis ins unendliche zu.

Bildquelle:https://www.yumpu.com/de/image/facebook/23860202/21.jpg 

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