Meine erste Hochtour auf die Wildspitze

Hallo an alle meine lieben Bergverrückten,

heute erzähle ich euch von meiner ersten Hochtour auf die Wildspitze. Im Zuge der Mammut Challenge ging es um die persönlich größte Herausforderung in den Bergen. Schon lange spiele ich mit dem Gedanken „höher“ hinaus zu wollen und mich in Richtung alpines Bergsteigen zu begeben. Bisher ergab sich aber nie so richtig die Gelegenheit einen solchen Plan auch in die Tat umzusetzen und ihr kennt das ja, wenn immer irgendetwas dazwischen kommt. Doch es hat endlich geklappt und hier ist mein Bericht dazu.

Die Planung der Tour und kleine Zwischenfälle

Eigentlich kam mir die Challenge gerade richtig und für mich war schnell klar, dass meine größte Herausforderung bis jetzt eine Hochtour wäre. Auch dass es auf den Piz Buin gehen soll, war keine großen Überlegungen wert, denn irgendwie übt dieser Berg einen wahnsinnig großen Reiz auf mich aus. Ich habe also gleich losgelegt und mich mit der lieben Anni in Verbindung gesetzt, die meine Bergführerin gewesen wäre. Wir haben gemeinsam geplant, welche Ausrüstung nötig ist, wann ich nach Vorarlberg komme und was eben sonst noch benötigt wird. Ich war voller Vorfreude und konnte es gar nicht erwarten endlich loszugehen. Leider hat uns dann das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es hatte die letzten Tage in Vorarlberg einfach zu viel geschneit, um eine sichere Tour gehen zu können. Die Prognose hat auch nicht besser ausgesehen und so war ich erst einmal geknickt. Doch irgendwie muss es ja weitergehen also haben wir uns noch am selben Abend zusammengesetzt und nach Alternativen gesucht. Nach etlichen Tourenbeschreibungen sind wir dann auf die Wildspitze gestoßen. Der Wetterbericht sah allerdings hier auch nicht sehr viel besser aus…außer direkt am nächsten Tag. Vielsagende Blicke gingen durch den Raum und schon im selben Moment haben wir uns entschieden. So schnell wie möglich habe ich meine Sachen zusammengepackt und bin ins Bett, es war ja schließlich schon 22 Uhr und um 3 Uhr sollte der Wecker klingeln.

Auf dem Weg zum zweithöchsten Berg Österreichs

Um 6:30 am Folgetag habe ich dann meine Challenge gestartet. Zusammen mit meinem Freund und dessen Kumpel, der uns auf der Tour als „Bergführer“ zur Seite stand ging’s aufwärts. In knapp zwei Stunden hatten wir das erste Zwischenziel, die Breslauer Hütter, erreicht. Hier war die Hälfte der Höhenmeter geschafft. Nach kurzer Verschnaufpause ging es weiter Richtung Schnee und somit wurde es auch deutlich anstrengender. Über ein zunächst mäßig steiles und dann immer steiler werdendes Schneefeld stiegen wir weiter auf. Schließlich ging der Weg in einen kurzen Klettersteig über und wir kamen am Mitterkarjoch an. Leider wurde die Sicht ab hier auch deutlich schlechter, als wir Steigeisen und Seil anlegten. Trotzdem wollten wir das Ding durchziehen und sind so in unserer Seilschaft durch Regen, Schnee und Wind schlussendlich nach 5,5 Stunden auch am Gipfel der Wildspitze angekommen. Das Gefühl war wirklich einmalig. Zu wissen, dass ich diese Herausforderung gemeistert habe und völlig neue Techniken erlernt habe, hat mich unglaublich stolz gemacht

Challenge completet, Wildspitze ich komme wieder

Der Rückweg war dann recht locker und spaßig. Kennt ihr das, wenn man im Schnee immer mal wieder auf dem Hosenboden landet? Da gab es so einiges zu lachen. Da es am Gipfel ein wenig ungemütlich war, haben wir auch unsere Pause auf dem Rückweg eingelegt und ab der Breslauer Hütte waren wir wieder in 1,5 Stunden zurück am Auto. Da ich gelesen habe, dass die Tour auch im Winter als Skitour sehr zu empfehlen sein soll, wusste ich noch bevor ich die Bergschuhe wieder aus hatte, dass ich definitiv wiederkommen werde und den Gipfel auch mit Ski bezwingen werde.

Mein Fazit zur ersten Hochtour

Falls ihr noch nie eine Hochtour gemacht habt und das wie bei mir auf eurer To-Do Liste steht, ist die Tour auf die Wildspitze meine klare Empfehlung. Der gesamte Weg ist sehr angenehm zu gehen, mit tollen Blicken auf die umliegenden Berge. Wie der Blick vom Gipfel aus ist kann ich euch leider auf Grund des Nebels nicht sagen, aber allein deshalb solltet ihr da hoch. Ich persönlich kann jetzt sagen, dass in Zukunft auf jeden Fall noch mehr Hochtouren für mich anstehen und ich mir wohl jetzt eine neue Herausforderung suchen muss.

 

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